07.07.2013: 9. Etappe: Wiesbaden - Fulda

Ein wenig müde von der langen Etappe des Vortages machten wir uns auf. Die kilometerlastigste Strecke lag vor uns. Sie sollte uns von Wiesbaden nach Fulda führen. Zwei der Wiesbadener Radfahrer vom Vortag führten uns aus der Stadt. Zunächst ging es quer über die Hauptverkehrsadern der Stadt. Nachdem wir das heil überstanden hatten, rasten wir durch weite Felder Frankfurt entgegen. In Frankfurt sollte an diesem Tag der „Iron Man“,  ein absolutes Triathlon-Highlight in Deutschland, stattfinden. Wir fuhren die teilweise schon  abgesperrte Strecke am Mainufer entlang und ließen die atemberaubende Skyline auf uns wirken. Links und rechts der Strecke waren schon Getränke- und Essensstände aufgebaut, doch wir durften leider nichts von dem Kuchen und den Isodrinks nehmen und wurden  von den Leuten an den Ständen schräg angeguckt. Ich glaube,  sie hielten uns für einen Radrennstall oder einen Fanclub. Trotz der eindrucksvollen Bilder waren alle froh, als Frankfurt hinter uns lag, denn die Fahrerei durch das Stadtgebiet hatte von allen höchste Konzentration verlangt. Endlich wieder freie Fahrradwege! Das nächste Highlight dieser Etappe war eine Fähre über den Main. Wir mussten uns in zwei Gruppen für die Überfahrt einteilen. Der Vorteil war, dass wir in Gruppe zwei genug Zeit hatten uns ein paar leckere Kirschen zu kaufen und im Schatten zu genießen. Weiter ging es durch die Rhön. Es ging aber trotzdem flach weiter, denn wir fuhren zunächst die Bachläufe entlang und ließen die Berge links liegen. Schöne Wiesen  und Laubwälder begleiteten uns. Doch die Sonne brannte so stark, dass bald der Ruf nach einer Abkühlung laut wurde. In Schlüchtern bekamen wir alle dann drei Kugeln Eis. Der Besitzer der Eisdiele informierte sich, weswegen wir unterwegs waren und war so begeistert, dass er uns allen eine Kugel extra spendierte. Bis Fulda fuhren wir dann nur noch Radwege, die leicht bergauf gingen. Die Jugendherberge lag überaus idyllisch auf einer Erhebung im Grünen. Bis es dunkel wurde, spielten wir noch Volleyball.

 

Armin Gottke