06.07.2013: 8. Etappe: Traben-Trarbach - Wiesbaden

Heute Morgen sind wir von Traben Richtung Wiesbaden aufgebrochen. Das Frühstück war gut. Es gab Obst, soviel man wollte. Also aßen wir gut und schmierten uns große Lunchpakete für die Fahrt. Wir stellten uns auf und empfingen einen Segen vom ortsansässigen Pfarrer Henrich, der uns in bilderreicher Sprache noch einmal den Grundgedanken der Tour vor Augen stellte und uns viele gute Gedanken mit auf den Weg gab. Für die Mitglieder der Fairplay-Tour standen wir Paris-Berlin-Fahrer Spalier, denn heute zu Beginn der letzten Etappe, sollten sich unsere Wege trennen: Während die Tourfahrer moselaufwärts in Richtung Trier fuhren, bogen wir auf die Schott, eine steile etwa sechs Kilometer lange Straße, die uns aus dem Moseltal in den Hunsrück hoch führte.  Bis zur Nahe ging es durch eine landschaftlich reizvolle Gegend mit schönen, weiten, gelben Feldern. Etwa zehn Kilometer hinter Bad-Sobernheim machten wir Mittagspause. Unsere Brötchen genossen wir mit den Füßen im kalten Nass. In Bad Kreuznach machten wir unter der strahlenden Sonne noch einmal eine Zwangspause. Einer unser Fahrer hatte sein Kugellager herausgetreten. Hier hatten wir auch zum ersten Mal vor lauter Hitze Wassermangel, aber wir wurden schnell mit neuen Getränken versorgt. Dann fuhren wir bis Bingen durch herrliche Sandsteinfelsen und Weinberge. Die Fähre über den Rhein brachte uns unter den Augen der Germania nach Rüdesheim in Hessen. Hier aßen wir Obst und Streuselkuchen zu Mittag - genau das Richtige für einen Radsportler. Ein Radteam aus Wiesbaden führte uns zuverlässig durch den Rheingau und wir bewunderten die ausgedehnten Weinberge, die Rheinufer und schöne Städtchen wie Eltville und Walluf. In Wiesbaden wurden wir vom Oberbürgermeister der Stadt und vom Vorsitzenden des Radsportvereins Nassau begrüßt. Ein guter DJ legte auf und es gab kühle Getränke. Das Abendessen war richtig gut: Ein Barbecue-Wagen verteilte Rippchen mit Barbecuesoße und Möhren-Krautsalat. Mehr als nur satt gegessen gingen wir in die Jugendherberge, in der wir uns bestens untergebracht fühlten. Trotz der Anstrengungen des Tages mussten wir unbedingt noch bis ins Zentrum der Stadt laufen, wo wir uns noch ein Eis gönnten und in aller Ruhe flanierten.

 

Armin Gottke

 
 
 

Andere Besucher haben sich danach folgende Artikel angesehen: