04.07.2013: 6. Etappe Saarbrücken – Ottweiler

Bei leichten Nieselregen machten wir uns von Saarbrücken aus auf nach Ottweiler. Vom Koch mit allen Ehren verabschiedet, fuhren wir den Saarradweg entlang. Schon bald lösten sich die Frühnebel auf und es stellte sich das angenehmste Fahrradwetter ein: strahlender Sonnenschein bei Wohlfühl-Temperaturen. Entspannt radelten wir am Fluss entlang und genossen die idyllische Flusslandschaft bis Saargemünd. Dort wurden wir mit einer netten Rede vom stellvertretenden Bürgermeister in Empfang genommen, der uns herzlich mit dem Hinweis begrüßte, wir seien im Dreiländereck (Elsass, Lothringen, Saarland), wo die Völkerfreundschaft mit größter Selbstverständlichkeit gelebt werde. Nach den Gruppenfotos und ein wenig Spaß auf dem Spielplatz fuhren wir weiter. Wir verließen die Saar und fuhren in Richtung Kirkel, wo wir Mittagspause machten. Bei einem schön gelegenen Freibad, das wir leider nicht benutzen durften, nahmen wir die gewohnten Nuss-Nugat-Stullen entgegen. Die Weiterfahrt nach Ottweiler war wenig spektakulär, dafür der Empfang in Ottweiler umso herzlicher. Das schöne alte Städtchen hatte den Empfang auf dem Marktplatz vor dem alten Rathaus vorbereitet. Die Turnhalle, wo ein gutes Essen und die Schlafplätze auf uns warteten, war zum Glück auch nicht weit entfernt. Dem Abendessen folgte eine besondere Überraschung: Mittels einer Liveschaltung konnten wir uns mit dem ruandesischen Koordinator der Welthungerhilfsprojekte unterhalten und Fragen zu den Schulprojekten und den Verhältnissen im Lande stellen. Ergiebiger als die Liveschaltung, die unter erheblichen Übertragungsproblemen und schlechter Tonqualität litt,  war allerdings die anschließende Fragerunde mit einem WHH-Mitarbeiter in der Turnhalle. Das Problem bei der Schaltung  war die Übertragung. Wir sahen zwar den einheimischen Koordinator der Welthungerhilfe auf dem Bildschirm, aber wegen der schlechten Internetverbindung war der Ton miserabel. Nach der  Fragerunde wurden wir noch auf ein Eis in der Altstadt eingeladen. Einige von uns saßen noch lange auf der Terrasse des Cafés und diskutierten die Eindrücke des Tages.

 

Armin Gottke